Oh my god, was für eine Stadt! The big apple. 4 Tage sind vorbeigeflogen und wir haben doch unglaublich viel gesehen und erlebt. Abends sind wir so kaputt ins Bett gefallen, und haben tief und fest geschlafen, mit Blick auf die Skyline bis wir die Vorhänge zugezogen haben. Eigentlich wollte ich ja jeden Tag einen Eintrag schreiben, wir waren abends aber zu fertig, es sind einfach zu viele Eindrücke. Anstatt chronologisch, werde ich über die verschiedenen Stadtteile schreiben. Aber angekommen sind wir an

Halloween

In Nordamerika ist Halloween eher ein fröhliches & lustiges Fest, aber natürlich sind auch einige gruselig verkleidet. Den Wunsch sich zu verkleiden können wir als Rheinländer natürlich sehr gut verstehen! Und dann auch noch einen großen Umzug (Parade) zu machen, natürlich auch. Darum haben wir uns die große Halloween Parade im Village angeschaut (also 6th Avenue von Canal Street bis 40th St.). Es war sehr viel los, viele Zuschauer, sehr viel Polizei. Generell gibt es hier sehr viel Polizeipräsenz (vor allem im Gegensatz zu Canada, wo es fast gar keine Polizeipräsenz gab). Die Parade ist übrigens eine „strictly no alcohol“ Veranstaltung und Kamelle gabs nur sehr wenig. Dafür aber Sambagruppen, die wirklich tight trommeln konnten (im Gegensatz zu den meisten in Köln) und dabei noch tolle Choreos machen. Ich habe irgendwann aufgehört die Brassbands und die Sousaphone zu zählen, auch die waren alle sehr gut, oft auch mit Choreo. Da hätte ich ja auch mal Lust drauf… Dann gab es auch einige Wagen, wo laute Musik, meist mit DJ lief. Natürlich mit tollen Kostümen. Hat uns ein bisschen an die Christopher Street Day Parade in Köln erinnert, die Christopher Street war übrigens quasi um die Ecke. Das Motto war übrigens „Imagination is the only weapon in the war against reality“ von der Cheshire Cat (Grinsekatze) aus Alice im Wunderland (hatte ich übrigens in der Tim Burton Version auf dem Flug nach Toronto gesehen, ganz toll). Dementsprechend gab’s viele Katzen. Am besten waren eigentlich die riesigen „Katzenpuppen“ die von menschlichen Puppenspielern bedient wurden. Und dazu dann noch größere Catladies. Und dann noch eine ganze Gruppe „Cat ladies unite“, klare Botschaft aus NY, wir sind gespannt auf die Wahl. Die letzte Gruppe war dann „NY Thriller“ mit einem Wagen, wo auf einer riesen Anlage die ganze Zeit Thriller von Michael Jackson lief und dahinter eine riesige Fußgruppe, die die ganze Zeit in Zombikostümen die orginal Thriller Choreo getanzt haben, wirklich beeindruckend. An dem Tag waren es übrigens 28°C!

4 Sousaphone einer Brassband in der Parade
Wagen bei der Parade

Lower Manhattan

Liberty Island

Fangen wir ganz unten im Süden an: Die Freiheitsstatue oder auch „Liberty enlightning the world“, wie sie eigentlich heißt. Wir sind mit dem Schiff ca 15 Minuten zur Insel gefahren, auf der sie steht, und hatten dabei einen grandiosen Blick vom Wasser auf die Skyline von Lower Manhattan. Dann haben wir uns ziemlich lange im recht neuen Museum aufgehalten und viel über die Geschichte gelernt. Die Statue ist ja ein Geschenk des französischen Volks an das Volk der USA gewesen. Herr Eiffel war übrigens für die Innenkonstruktion verantwortlich, worum das ganze handgetriebene Kupfer montiert wurde. Wir hatten uns auch rechtzeitig (also Monate vorher) Tickets für den Aufstieg zur Krone gekauft und das hat sich wirklich gelohnt. Man steigt eine enge Wendeltreppe hinauf und kann dann aus der Krone hinaus Richtung Meer schauen. Ich hab mir auch nur einmal den Kopf gestoßen. Auf dem Rückweg hält die Fähre noch auf Ellis Island, wo das Einwanderungsmuseum ist, das haben wir uns aber gespart, da wir so lange auf Liberty Island waren.

Auf Liberty Island
In der Krone der Freiheitsstatue

One World Trade Center

Das höchste Gebäude von NYC, der Ausblick war natürlich ganz toll, mal wieder bei bestem Wetter, blauer Himmel & Sonnenschein! Was aber außergewöhnlich war, war die Aufzugfahrt. Beim CN Tower in Toronto hatte man eine super Aussicht, da die Aufzüge außen mit Fenster waren. Hier waren die 3 Wände der Aufzüge Displays! Bei der Fahrt nach oben hat man den Aufbau der Stadt seit der ersten Besiedlung gesehen. Zwischendurch standen dann auch die Zwillingstürme des original World Trade Centers nebenan. Das war schon ganz toll. Wer demnächst selber hinwill, sollte jetzt zum nächsten Abschnitt springen, denn jetzt kommt quasi ein Spoiler. Auf der Fahrt nach unten hat man „den Eindruck“, dass die Aufzugkabine aus dem Turm rausfährt und dann spiralförmig um den Turm nach unten fliegt. Dazu die Beschleunigung, das war wirklich der Hammer, sehr immersiv. Unten ist man dann wieder „in den Turm“ reingeflogen. Das war so toll, dass wir den Aufzug-Operator unten gefragt haben, ob wir’s nochmal machen könnten. Und da es keine langen Schlangen gab (und noch 4 andere Aufzüge) hat er uns nochmal nach oben und dann direkt wieder runter fahren lassen. Mega!

One World Trade Center
Blick vom One World Trade Centre Richtung Uptown

TriBeCa

… ist das „Triangle below Canal St.“. Dort haben wir wirklich sehr sehr gute Burger im Square Diner gegessen, natürlich nachdem wir ne knappe halbe Stunde auf einen Tisch gewartet haben (Samstag mittag). Einen Block weiter standen wir dann vorm Ghostbusters Headquarter (den neuen Film hatte ich extra auch auf dem Flug gesehen, Jakob hatte ihn schon im Kino gesehen („war schon gruselig“)). Und der „Jenga Tower“ ist jetzt mein Lieblings-Hochhaus. Wenn ich viel Geld übrig hätte, würde ich da oben wohnen, Blick Richtung Uptown, obwohl das wäre Norden. Ist eh zu teuer 😉

Ghost Busters Headquarter
„Jenga Tower“

Chelsea

Durch Chelsea sind wir über die „High Line“ gelaufen, eine alte Zugstrecke, die lange brach lag und dann zu einem „Park“ umgewandelt wurde. War sehr schön, allerdings auch ein Touri-Highway. Wir hatten auch noch unser ganzes Gepäck dabei, und waren noch von der Bus-Nachtfahrt Toronto-New York etwas kaputt, daher konnten wir den Spaziergang nicht ganz so genießen… Danach sind wir noch durch den Chelsea Market gegangen.

High Line direkt nach der Ankunft mit Koffern

Midtown

Midtown ist einfach unglaublich. Alles Superlative. Total überfüllt mit Menschen und Autos, total verrückter Verkehr, hier haben wir auch den ersten Cyber Truck gesehen. Das war für die Jungs ein Highlight. Unglaublich viele riesengroße Werbe-Videoscreens und zwar noch größer als man sie sich vorstellen kann. Teilweise über eine Ecke mit krassen 3D-Effekten in der Werbung (auf dem einen Times Square Foto kann man es oben rechts erahnen, die Werbung ist übrigens für Puerto Rico). Das erste mal Times Square war übrigens nach der Halloween Parade, da war es besonders voll. Unglaublich viele Theater mit Broadway Shows (nein, wir haben leider keins besucht). Auf der 5th Avenue dann die Flagship Stores aller großen Marken, mit einem Appel Store als krönenden Abschluss an der Ecke zum Central Park (das war auch ein Highlight der Jungs). Wenn ich nur einen Ort in NYC empfehlen müsste, dann Times Square im Dunkeln!

Empire State Building am frühen Morgen direkt nach der Ankunft
Times Square (mit der „3D“ Werbung oben rechts in grün)
Luis Vuitton auf der 5th Ave, das Baugerüst standesgemäß eingepackt.

Upper West Side

Hier waren wir im American Museum of Natural History und zwar viel länger als gedacht, den Jungs wurde erst nach langer Zeit langweilig. Ein sehr vielseitiges Museum. Einerseits sehr „alt“ mit T-Rex Skelett und wirklich sehr schön gemachten Dioramen, dann aber auch ganz „neu“ mit interaktiven Dingen z.B. zum Klimawandel. Die Amis können nicht sagen, sie hätten es nicht gewusst (wir auch nicht ;).

American Museum of Natural History

Central Park

Am Sonntag war NY Marathon und da wir für Sonntag die Tickets fürs Museum hatten, sind wir danach in den Central Park direkt gegenüber und haben uns eine halbe Stunde den Marathon angeschaut. Wahnsinnsstimmung bei natürlich blauem Himmel & Sonnenschein! Wir haben nur einen winzigen Teil vom Park gesehen, der wirklich riesig ist.

Blick vom Central Park auf Midtown

Harlem

In Harlem sind wir die 125th St. aka Dr. Martin Luther King Jr Blvd runter gelaufen. Das ist ganz anders als Midtown, obwohl es ja „nur“ auf der anderen Seite des Central Parks ist (aber 83 Strassen weiter nördlich vom Times Square). Hat uns aber sehr gut gefallen. Hier gab’s dann nur Kamala T-Shirts (in Midtown auch Trump-Shirts). Vor dem Apollo Theatre haben wir neben den goldenen Pflastersteinen von Michael Jackson auch den von Quincy Jones gesehen und am nächsten morgen beim Frühstück im TV gesehen, dass er gestorben ist, RIP. Danach waren wir bei „Jacob Soul Food Restaurant“ auf der 6th Av aka Malcolm X Blvd essen. Es gab ein Buffet und das Essen wurde gewogen. Ich fand die Spare Rips am besten. Doch das Highlight war die Band! Drums, Keys (linke Hand Bass) & Gitarre/Gesang. Dabei war der Laden nicht groß. Sie haben super gespielt und die Leute (und wir natürlich auch) haben mitgegroovt und gesungen. Mein Lieblingssong des Sets: „Sweet Soul Music“ von Arthur Conley, hab ich wirklich gefeiert! Als wir gegangen sind, haben zwei Damen am Nachbartisch Bye-Bye gesagt, die fanden das ganz toll, wie die Jungs und wir mitgegroovt haben. Vielleicht auch, dass sich Weiße hierhin verirren und das ganze so feiern.

Vor dem Apollo Theater
Band in Jacobs Soulfood

Brooklyn

Wir springen jetzt über den East River von Manhattan nach Brooklyn, den 2. von 5 Boroughs, den wir besucht haben. Im Subway Train auf der Manhattan Bridge konnte man schön auf die Brooklyn Bridge und die Skyline von Lower Manhattan und sogar die Statue of Liberty sehen.

Aus der Subway von der Manhattan auf die Brooklyn Bridge
Blick von DUMBO über die Brooklyn Bridge auf Manhattan.

DUMBO

„Down Under the Manhatten Bridge Overpass“, das erklärt, wo es ist. Wir sind mit der Fähre von Lower Manhatten gekommen und haben im Rooftop Restaurant vom Time Out Market gegessen, mit Blick auf die Brooklyn Bridge.

No sleep till Brooklyn!

Brooklyn Nets

Wir haben das 2. NBA Spiel gesehen, jetzte Brooklyn Nets vs. Chicago Bulls. Die Stimmung war viel besser als bei den Toronto Raptors, die Nets haben gewonnen und wir haben Dennis Schröder spielen sehen.

Brooklyn Nets vs. Chicago Bulls

Williamsburg

Ist ja angeblich der Hipster Stadtteil. Es war jedenfalls sehr entspant, wir haben gut Sushi gegessen, danach zwei total krass leckere Cookies für jeweils über 5$ gekauft und sehr genossen und den letzten Cyber Truck gesehen, diesmal an einer Ampel also auch mal von vorne.

Cyber Truck in Williamsburg

Die Absätze werden kürzer, es ist schon spät abends, wir sind inzwischen wieder auf dem Flughafen in Toronto und fliegen gleich nach Santiago. Vielleicht ergänzen wird den Eintrag noch. Bye Nordamerika im Herbst, Hola Südamerika im Frühling.

Wir sind inzwischen in Chile und ich habe die Fotos ergänzt. Hier kommt dann noch ein Nachtrag:

Subway / Busse

Wir haben den öffentlichen Nahverkehr sehr viel genutzt und es hat sehr gut funktioniert. Direkt gegenüber des Hotels (in New Jersey, als auf der anderen Seite des Hudson River) war eine Bushaltestelle, im Berufsverkehr fuhr der Bus alle 10 Minuten und brachte uns in knapp 25 Minuten zum Port Authority Bus Terminal in Midtown. Dort gab’s Anschluss an sehr viele Subway Trains. Die fuhren auch ständig. Man „tapt“ übrigens einfach seine kontaktlose Bankkarte an den Eingängen und nach 12 Fahrten hat man insgesamt 34$ bezahlt und hat dann Freifahrten bis 7 Tage vorbei sind. Gut, dass wir genug Karten dabei hatten. In NY geht man übrigens wieder schneller in der Subway, ähnlich wie in Europa. In Canada sind alle etwas langsamer und entspannter gegangen.

In der Subway, hat leider nicht geholfen…
New York City

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